Seit über zwei Jahrzehnten hat sich der Donaustädter SPÖ-Politiker Joe Taucher für ein vernünftiges Mitei­nander von Auto- und Radfahrern sowie Fußgängern auf der Wagramer Straße eingesetzt. Jetzt wird der Zweirichtungsradweg zwischen der Arbeiterstrandbadstraße und der Schüttaustraße endlich in die Nebenfahrbahn verlegt – ein dementsprechender ­Beschluss des Wiener ­Gemeinderats liegt vor!

Konflikte-Hotspot
Lange Zeit war der Radweg, der direkt an den Fußweg angebunden ist und an den Ein- und Ausgängen von Büros, Geschäftslokalen, Nahversorgern und einer Volksschule liegt, ein echter Hotspot für Konflikte. „Mit der Verlegung wollen wir den Radverkehr von den schwächeren Verkehrsteilnehmern, also den Fußgängern, entflechten“, ­erklärt Klubchef Taucher die Entscheidung im Gemeinderat. „Uns geht es um eine ­lösungsorientierte Verkehrspolitik, wir möchten keinesfalls Menschen gegeneinander ausspielen.“

Ein echter Pfusch
Der Pop-up-Radweg, den die grüne Vizebürgermeisterin Birgit Hebein auf einer Autospur stadteinwärts auf der Kagraner Brücke eingerichtet hat, sorgt hingegen für all­gemeine Aufregung. Und in Stoßzeiten zu Staus! „Der ist ein echter Pfusch“, ärgert sich auch Ernst Nevrivy, der Donaustädter Bezirksvorsteher. „Fehlende oder schlecht platzierte Schilder bewirken, dass man zu spät oder überhaupt nicht erkennt, wo man fahren soll oder nicht.“