Donaustadt: „Wer dorthin zieht, wählt ein Konzept“

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Eine stehende Redewendung von Bezirksvorsteher Ernst ­Nevrivy lautet: „Die Donaustadt ist der beliebteste Bezirk, weil so viele Menschen dorthin ziehen.“ Etwas mehr als 191.000 Einwohner zählt der 22. Bezirk derzeit, pro Jahr kommen rund 4.000 dazu. Bis 2021/2022 sollen knapp 5.200 geförderte Wohnungen in der Donaustadt fertiggestellt sein.
 In der Seestadt Aspern sind zurzeit 7.500 Menschen zu Hause, das ­ursprüngliche Ziel waren 20.000 Bewohner im Jahr 2030. „Diese Zahl könnte früher erreicht ­werden“, ­vermutet Nevrivy. Viele der neuen Bewohner sind junge Paare mit Kindern.
Wer in die Seestadt ziehe, treffe diese Wahl allerdings bewusst. „Das tut man nicht, weil dort eine Wohnung frei ist – dorthin zieht man in 
ein Konzept“, betont der ­Bezirksvorsteher. Will heißen: In der Seestadt existieren jede Menge Ini­tiativen von Smart-City-Projekten bis zu Genera­tionen-Wohnen. 
Nevrivy selbst ist jede Woche mit einer ausländischen Delegation unterwegs, die die ­innovativen Projekte der Seestadt hinsichtlich Wohnbau, Umweltschutz und Stadtentwicklung kennenlernen will. 
Der öffentliche Verkehr in der Seestadt wird künftig erweitert. Geplant ist eine Verlängerung der Straßenbahnlinie 26 bei der Berresgasse und in der Folge bis zur U2-Station Aspern Nord. Die Straßenbahnlinie 25 soll die Seestadt durchqueren.
Zur Parkplatzsituation im ­Bezirk angesichts der Nicht-Wiener Pendler sagt ­Nevrivy: „Es braucht eine ­Lösung für ganz Wien.“ Allerdings werde man „die ­Bundesländer in 
die Pflicht ­nehmen“ müssen: „Es kann nicht sein, dass sie keinen öffentlichen Verkehr anbieten.“