Der 36-jährige ­Liesinger Markus Wölbitsch ist seit Anfang des Jahres Stadtrat in Wien. Der in ­Hietzing aufgewachsene ­Politiker war nach seinem Wehrdienst bei der Garde und nach dem Welthandel-­Studium als Unternehmensberater tätig, bevor er in ­seinem Wahlbezirk Liesing als Bezirks­rat und später als Landesgeschäftsführer der Volkspartei seine Ideen ­umsetzen konnte. Nach dem Wechsel von Gernot Blümel in die Bundespolitik trat ­Wölbitsch in dessen Fußstapfen. Seither schwärmt er davon, die Zustän­de in der Stadt für die Wienerinnen und Wiener zu verbessern. Schon als Bezirks­rat hatte er damit genug zu tun, weil hier die Verkehrsprobleme durch die rege Neubautätigkeit beson­ders zuge­nommen hatten.

Wohnen & arbeiten

Sein neuer Heimatbezirk ist sehr vielseitig. Zwischen der Inzersdorfer Industriezone und der Maurer Cottage liegen die großen Wohngebiete und zahlreiche Gewerbe­betriebe. Die unterschiedlichen Interessen unter einen Hut zu bringen, ist eine gewaltige Herausforderung, der sich Wölbitsch von ­Beginn seiner politischen Karriere an gestellt hat. Dazu gehö­ren selbstverständlich auch Betriebs­besuche, um die Probleme der Menschen genau zu ergründen. Viel Freude macht da etwa eine Visite beim Backbetrieb der elf Wiener Landtmann-Betriebe in Alterlaa. Berndt Querfeld, der Chef und Eigentümer der Wiener Traditions-Cafés, legte mit Freude seine Philosophie dar.

Grün & gemütlich

Liesing hat freilich auch noch ein anderes Flair zu bieten. Der Dorfcharakter in Mauer mit seinen Heurigenbetrieben bringt die Besucher in Urlaubs­stimmung. Hier kann man schnell die Alltagssorgen vergessen und den beruflichen Stress abbauen. Ein solches Rückzugs­gebiet ist für den wenig bekannten Stadtrat der Heurige ­Edlmoser: „Hier kommt man mit den Bürgern direkt in Kontakt, kann aber auch Geburts­tage und andere Feste feiern sowie die besten Weine Wiens genießen.“