Exklusiv: Erneuter Wirbel um das Oliver Book

(C) zVg: Das
(C) zVg: Das "Oliver Book".

Einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul. Der Mobilfunkanbieter A1 bietet derzeit einen solchen beim Abschluss eines Jugendtarifs an. Das „Oliver Book“ wurde ursprünglich für Schulen bestellt, doch Gutachter des Bildungsministeriums stellten Funktionsmängel fest, weshalb die Geräte nicht ausgeliefert wurden. Nun wird das „Oliver Book“ an Kunden verschenkt.

Die Vorgeschichte

Schülerinnen und Schüler der 5. Schulstufe können dank der Geräteinitiative kostengünstig ein Notebook oder Tablet erhalten. Den Großteil der Kosten übernimmt dabei das Bildungsministerium.

Im Schuljahr 2021/22 sollte A1 Schulen im Rahmen der Initiative „Digitales Lernen“ mit Windows-Tablets bestücken. A1 bestellte die Tablets „Oliver Book“ des Herstellers Onda. Lehrer stellten aber bei Probegeräten Probleme fest, woraufhin das Bildungsministerium unabhängige Gutachten einholte. Die Gutachten bestätigten den Verdacht der Lehrer: Die Tablets haben Funktionsprobleme und seien ungeeignet für den Unterricht. A1 zog das Produkt zurück und belieferte stattdessen die Schulen mit dem Microsoft Surface Go2.

Das Tablet heute

Doch sie müssen nicht verrosten. „So lange der Vorrat reicht“ werden laut aktueller Kampagne die „Oliver Books“ an Neukunden unter 26 Jahren verschenkt. Ebenso Bestandskunden erhalten bei einem Tarifupgrade das rund 600 g schwere Tablet. A1 preist das Tablet als Gerät an, mit dem Lernen Spaß mache. „Die Oliver Books sind Einsteigergeräte, ihre Leistungsdaten sind mit anderen Einsteigergeräten absolut vergleichbar“, so ein Sprecher des Unternehmens zum WIENER BEZIRKSBLATT.