Seit September 2018 werden Schulpflichtverletzungen in Wien strenger bestraft. Bei ungerechtfertigtem Fernbleiben vom Unterricht an mehr als drei Tagen wird Anzeige erstattet. Strafen von 110 bis 440 Euro können die Folge sein. In ganz Wien wurden im Schuljahr 2018/2019 insgesamt 2.780 Übertretungen gezählt, wo­bei allerdings nicht alle Strafen rechtskräftig wurden. Trauriger Spitzenreiter mit 391 Anzeigen ist Favoriten, aber auch einige andere Bezirke im Süden Wiens können mit der Spitze „mithalten“: In Simmering gab es 217 Fälle, in Meidling 208. Die Landstraße liegt mit 129 Fällen im Mittelfeld, in Liesing gab es nur 81 Übertretungen. Wichtiges Detail: Die Übertretungen werden in jenem Bezirksamt registriert, in dem das Kind gemeldet ist, das stimmt nicht immer mit dem Bezirk überein, in dem das Kind tatsächlich in die Schule geht.

Die wenigsten Schulschwänzer sind in der City und Josefstadt zu Hause (nur 29 Fälle), auch in Mariahilf /Neubau (39 Fälle) und auf dem Alsergrund (41 Fälle) sind die Buben und Mädchen brave Schulgeher. Erfreulich: Ins­gesamt gingen die Anzeigen von Schulschwänzern zurück.