Niemals zuvor gab es eine längere ­Wiener U-Bahn-Linie. Mit stolzen 19 Kilometern hat sich die U1 zur neuen Hauptlinie der Wiener entwickelt und verbindet nun den Nordrand der Stadt direkt mit dem Süden.

Lange Strecke

Es war keineswegs einfach, eine zusätzliche Strecke von 4,6 Kilometern Länge zu ­errichten. In knapp 2.555 Tagen konnten fünf neue Stationen gebaut werden, ganz zum Vorteil der Bewohner von Favoriten. Drei Stationen sind unterirdisch, zwei an der Oberfläche. Die Haltestelle Altes Landgut wartet außerdem mit einer 50 Meter langen Rolltreppe auf, womit sie die längste in den Wiener Öffis ist.

Glückliche Anrainer

Von Oberlaa benötigt man nur 15 Minuten bis zum Stephansplatz – nur mehr halb so lange wie zuvor. Austria Wien-Fußballfans können über die Station Altes Landgut direkt in die neue Generali-Arena fahren. Auch die Therme Wien, das Laaerbergbad und die FH Campus Wien mit 6.500 Studenten sind fortan schneller erreichbar. Menschen aller Altersklassen freuen sich über die unkomplizierte Erreichbarkeit etlicher Freizeitangebote. Angefangen bei den Kleinsten im Indoor-Spielplatz „Fun4Kids“ über die FH-Studenten bis hin zu Pensionisten, die im Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser oder in der Senioren Residenz Am Kurpark wohnen. Für Anrainer sind natürlich auch das Hanssonzentrum mit den Einkaufsmöglichkeiten, die Kurkonditorei Oberlaa und das Haus der Begegnung als Veranstaltungsort interessant.

Schnell ans Ziel
Mit einem Intervall von nur 2,5 Minuten zur Morgenspitze ist der täg­liche Weg in die Arbeit für ­Favoritner um einiges leichter geworden. Vom Ausbau der U1 profitieren inklusive des gesamten Einzugsgebiets der neuen Strecke mehr als 50.000 Menschen. Die Investition von 600 Millionen Euro hat sich also gelohnt. Das bestätigt auch Bezirksbewohnerin Sandra B.: „Für mich hat es etliche Vorteile und ich spare sehr viel Zeit!“ Sie fährt täglich mit der U1 und weiß, dass definitiv Bedarf herrscht, da auch stadtauswärts die Waggons stets gut gefüllt sind. Bezirksvorsteher Marcus Franz ist ebenfalls sehr zufrieden mit der gewinnbringenden Veränderung: „Jetzt ist man vom Heurigengebiet in Oberlaa in nur acht Minuten am Reumannplatz und in elf Minuten am Hauptbahnhof.“

Jubiläum der U1-Verlängerung