Flordidsdorf: Stammgäste kommen

(c)Stefan Joham Margarete Wieninger

Der erhoffte Ansturm auf Gasthäuser und Cafés war es zwar nicht, aber einige Wirte machen seit der Wiederöffnung akzeptable Umsätze. Der Hauptgrund: Stammgäste halten ihnen die Treue. Ein bisschen schwächer sei es schon als vor dem Zusperren, aber: „Ich darf nicht raunzen“, versichert ­Harald Gaunersdorfer, der das „Wirtshaus am Wasserpark“ führt. Sein Lokal bietet bodenständige Wiener Küche, hat viele Stammgäste und besitzt einen großen Gastgarten, was in ­Zeiten von Corona ein ­großer Vorteil ist.„Wir haben draußen die Zahl der Plätze reduziert, die Gäste sitzen nun nebeneinander statt einander gegenüber“, erzählt Gaunersdorfer, der auf manchen Sesseln Stopp-Pickerln angebracht hat. Statt der zuvor etwa 130 Sitzgelegenheiten steht derzeit nur die Hälfte zur Verfügung – „und wenn davon wiederum die Hälfte besetzt ist, bin ich schon ­zufrieden“, sagt der Wirt. Im Sommer wird er mit reduziertem Team fahren: vier Mitarbeiter statt wie sonst sieben.
Margarete Wieninger führt die „Strudlkuchl“ am Kreis­verkehr „Poldi“: Hier gibt es Strudeln in allen denk­baren Varianten.
„Die Stammkunden kommen“, sagt Wieninger. An Plätzen hat sie nur einen Sitz im Garten eingebüßt. Die Corona-Krise hat sie aus einem anderen Grund kalt erwischt: „Ich wollte eigentlich für die Pension einreichen. Jetzt ist das Lokal unverkäuflich.“

Gewinnspiel
Um das ­Geschäft der Lokale an­zukurbeln, startet das WIENER BEZIRKSBLATT eine Aktion: Floridsdorfer Lokale schicken ihre ­witzigsten Fotos an die Redaktion (gewinn@wienerbezirksblatt.at), die besten Bilder werden ausgesucht. Über die Gewinner wird ein Artikel im WIENER BEZIRKSBLATT veröffentlicht, dar­über hinaus kommt der Bezirksvorsteher zu Besuch. Floridsdorf-Chef Georg Papai unterstützt die Aktion gerne: „Gerade in Floridsdorf haben wir jede Menge toller Lokale: Im Wirtshaus und beim Heurigen kommen die Leut z’samm!“