Die „Strudlkuchl“ am Kreisverkehr „Poldi“ ist 25 Jahre jung

Für Auswärtige, die 
das Lokal noch nicht kennen, gibt es einen markanten Orien­tierungspunkt: Die „Strudlkuchl“ liegt am Beginn der Leopoldauer Straße am Kreisverkehr „Poldi“. Letz­terer wurde zunächst von ­einigen Leuten verteufelt – „Heute ist jeder begeistert“, sagt Margarethe Wieninger.

Lieblingswirt

Für die „Strudlkuchl“-Chefin war der Umbau ein Segen: Zuvor brummten bei Rot­phasen die Motoren vor ihren Fenstern, unzählige Unfälle an der Kreuzung komplettierten das Bild.

Das Café, das bei einer Wahl des WIENER BEZIRKSBLATTs bereits eine Auszeichnung als Lieblingswirt abräumte, hat Wieninger vor 25 Jahren gegründet. Auf der Speisekarte ist Süßes ebenso vertreten wie Saures: Fleisch-, Spinat- oder Blunzenstrudel stehen neben Heidelbeer-, Milchrahm- oder Mohn-­Apfel-Strudel. Dazu kommen Suppen, kleinere Gerichte, ein Tagesteller und diverse Frühstücke.
Im Raucherbereich ist Platz für etwa 20 Gäste, im Nichtraucherzimmer für 25. Der Schanigarten, der am 1. März öffnet, umfasst nochmals etwa 20 Sitzplätze. Zwei Mal pro Woche findet sich eine Tarockrunde ein, die meisten Damen schnapsen lieber. 
„Mein Kaffeehaus ist wie ein Wohnzimmer für die Gäste“, sagt die Besitzerin. Man kennt einander gut: „Sie leben mit mir, ich mit ihnen.“
Allerdings pflegt sie auch das offene Wort, wenn es darauf ankommt: „Ich kann mich nicht verstellen – und meine Gäste wissen das.“

Nie Polizeieinsätze 
Was Wieninger an ihren Gästen sehr schätzt: „In 25 Jahren hatte ich nie ein Problem hier, es war kein einziges Mal die Polizei im Lokal.“ Nachsatz: „Ich hoffe, es bleibt so.“

Hans-Paul Nosko