Floridsdorf: Mehr Sozialarbeit, Polizei und Kultur

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Georg Papai hatte sich, vorerst vergeblich, für einen „alkoholfreien“ Franz-­Jonas-Platz stark gemacht.

Herr Bezirksvorsteher, auf dem Franz-Jonas-Platz wird es kein Alkoholverbot geben. Dem Vernehmen nach sind die alkoholkranken Personen am Floridsdorfer Bahnhof nicht so ­aggressiv wie jene am Praterstern, außerdem seien unter ihnen keine Obdachlosen. Wie groß ist das ­Problem tatsächlich?

Tatsache ist, dass es Floridsdorfer gibt, die sich am Franz-Jonas-Platz nicht sicher fühlen. Das darf nicht so sein! Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit von anderen eingeschränkt wird.

Massnahmen des Bezirks für den Franz-Jonas-Platz

Welche Maßnahmen ­werden nun getroffen?

Zunächst wurde die Zahl der Sozialarbeiter aufgestockt und die Polizeipräsenz ­erhöht. Dazu gibt es auch Überlegungen, gestalterische Impulse zu setzen und kulturelle Veranstaltungen auf den Franz-Jonas-Platz zu bringen, um einen neuen Nutzungsmix zu erzeugen und den Platz für neue Gruppen von Besuchern zu ­erschließen. Ob und wie weit das Projekt „Wärmestube/Aufenthaltsraum“ weiter­geführt wird, kann ich nicht sagen.

Was könnte man durch eine Neugestaltung des Platzes verbessern?

Wenn man entsprechend Geld in die Hand nimmt, ist es nahezu immer möglich, die Aufenthaltsqualität eines Platzes zu erhöhen. Tatsache ist, dass eine Neugestaltung nicht von heute auf morgen passieren kann, sondern einen planerischen Vorlauf hat. Weiters gehe ich davon aus, dass nicht nur der Bezirk hier zur Kassa gebeten wird.

Wird die Polizeipräsenz verstärkt?

Das ist eine gute Frage, die der Polizeipräsident mit „Ja“ beantwortet hat.