Auch Floridsdorf 
hat komplett auf Krisen­modus umgeschaltet. Sämt­liche Lokale sind geschlossen, nur wenige Branchen wie Apotheken, Banken, Drogerien oder der Lebensmittelhandel halten ihre Läden offen. Am Schlingermarkt herrscht Hochbetrieb: Hier gibt es nach wie vor Obst, Gemüse, Eingelegtes, Sauerkraut, ­Essiggurken, Fisch oder Fleisch. Welche Stände offen sind, sieht man im Internet unter: www.leben-am-schlingermarkt.at/angebot.

„Die Vitrinen und Kühlhäuser sind gut gefüllt mit frischen und regionalen Waren, es gibt keine Engpässe“, heißt es 
aus der Gebietsbetreuung. Stände, die Waren und fertige Speisen verkaufen wie Leberkäse, Hühnerschnitzel, Fisch, oder die Feinkost mit ihrem Mittagsmenü, haben auch 
geöffnet – fertig zubereitete Speisen werden derzeit allerdings ausschließlich zum Mitnehmen verpackt angeboten.

Eine ganz besondere Betreuung bietet Obst- und Gemüse­händler Neumeister: Kunden, die aufgrund von Alter oder Erkrankungen nicht selbst auf den Markt kommen, können telefonisch oder per Mail eine Einkaufsliste mit allen Wünschen durchgeben – Familie Neumeister besorgt die entsprechenden Lebensmittel auch bei anderen Ständen und liefert ohne Gebühr binnen zwei, drei Tagen. Auch die „Feinkost am Schlingermarkt“ stellt zu.

Wer die Wohnung derzeit nicht verlassen sollte und ­Lebensmittel oder Medikamente braucht, kann wählen: Das Nachbarschaftszentrum des Hilfswerks bringt beides und bietet Telefongespräche gegen die Einsamkeit an (01/512 36 61-3650). Unter 01/4000-4001 erreicht man die Hilfsdienste der Stadt Wien, der FSW (01/524 24) ist für Pflegefragen zuständig, und wer selbst Nachbarschaftshilfe leisten will, ruft die Wohnpartner unter 01/245 03-25960 an.