Der Trend, seine Erfahrungen an aufstrebende Talente weiterzugeben, ist voll in Österreich angekommen. Das österreichische Startup WoMentor möchte Frauen vernetzen und ermöglicht ihnen, andere Frauen bei ihrer Karriere zu fördern und sie in Folge stärker in der Wirtschaft repräsentiert zu sehen. TV-Moderatorin Julia Furdea unterstützt diese Idee und arbeitet selbst als Mentorin mit: „Am Anfang meiner Karriere hätte ich gern selbst solche Unterstützung gehabt!“

Frauen in der Wirtschaft zu wenig repräsentiert

Wenig erfreulich sehen Statistiken Frauen in der Karriere oft hinterherhinken. Zwar konnte Österreich laut Weltwirtschaftsforum (WEF) was die Gleichstellung von Frauen und Männern betrifft im „Global Gender Gap Index“ um 19 Punkte zulegen und sich auf Platz 34 verbessern (Studie Dezember 2019). Doch umgelegt auf die Karriere sieht es diesbezüglich traurig aus: Was den Anteil der Frauen in der Wirtschaft betrifft, liegt Österreich weltweit bloß an 86. Stelle. Anfang 2019 wurden bloß 8,2 Prozent der Positionen in den Geschäftsführungen bei den 200 umsatzstärksten Unternehmen Österreichs von Frauen besetzt (Quelle: Frauen.Management.Report.2019, Arbeiterkammer Wien). Ein Fünftel dieser Unternehmen kommt noch immer gänzlich ohne Frauen in Geschäftsführung und Aufsichtsrat aus.

Mentoring von Frauen für Frauen

Mentoring ist ein Trend, der aus den USA kommt und auch in Europa Platz greift. Viele Organisationen bieten ihren Angestellten entsprechende Programme an. Das von Désirée Jonek gegründete österreichische Startup WoMentor möchte vor allem Frauen in ihrer Karriere fördern und ermutigen.

Als Mentorin mit an Bord: Julia Furdea

Die Puls 4-Moderatorin Julia Furdea möchte an einem Netzwerk von Frauen für Frauen mithelfen, weil sie überzeugt ist, dass sich noch immer Männer mehr gegenseitig unterstützen als Frauen. Indem sie als Mentorin bei WoMentor mitarbeitet, möchte sie eine Vorbildrolle für junge Talente einnehmen und diesen helfen, ihre angestrebten persönlichen Ziele zu erreichen.

„Ich beantworte Fragen über meinen Werdegang und helfe, Hürden zu überwinden. So möchte ich jungen Frauen zur Seite stehen, die eine ähnliche Karriere wie ich einschlagen möchten, ihr Potential voll auszuschöpfen. Am Anfang meiner Karriere hätte ich gerne selbst solche Unterstützung gehabt!“, erläutert Julia Furdea.

Beim Mentoring legt die Puls 4-Moderatorin Wert darauf, auch Themen anzusprechen, die im Scheinwerferlicht meist wenig behandelt werden.

„Viele junge Frauen finden meinen Werdegang interessant und wie ich es erreicht habe, von der Miss Austria zur TV-Moderatorin zu werden. Dabei ist es mir einerseits wichtig, die harte Arbeit an sich selbst zu betonen, die notwendig ist, um beruflich erfolgreich zu sein. Andererseits möchte ich ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Hindernisse und Stolpersteine auf einem beruflichen Werdegang völlig normal sind und dazugehören.
Auch wenn es im Augenblick des Erfolges so aussieht: Auf dem Weg dahin ist nicht immer alles eitel Wonne. Mit Rückschlägen umgehen zu lernen ist deshalb ein wichtiger Karriere-Baustein. Aus diesem Grund ist es so wichtig, einen Mentor an seiner Seite zu haben – der einen auffängt und neu motiviert, nicht aufzugeben.“ – Julia Furdea

Ein Jahr lang und einmal im Monat trifft Furdea ihr Mentee und ist nach den ersten Einheiten voll des Lobes über sie: „Sie ist eine extrem tüchtige, engagierte und motivierte junge Frau, der ich hoffentlich gute Tipps für ihre Zukunft mit auf den Weg geben kann.“

www.womentor.at