Hafen Wien: Mit voller Kraft voraus

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Erfolgreiche Bilanz für den Hafen Wien

Der Wiener Hafen, zeigt sich auch im Jahr 2018 wieder von der wirtschaftlich erfolgreichen Seite. Um in den kommenden Jahren weiterhin gute Zahlen schreiben zu können, plant die Hafen Wien-Gruppe, die zum Wien Holding-Konzern gehört, neue Investitionen.

„Bereits das dritte Mal in Serie konnte die Hafen Wien-Gruppe ihr Jahres­ergebnis steigern. Es freut mich, dass trotz steigendem Wettbewerb im Logistik­bereich der Hafen Wien weiter im Aufwind unterwegs ist. Neben den Unternehmen der Hafen Wien-Gruppe haben mittlerweile auf dem über drei Millionen Quadratmeter großen Hafenareal mehr als 100 Unternehmen der Speditions- und Transportbranche sowie anderer Wirtschaftszweige ihren Firmensitz. Insgesamt bietet damit der Standort mehr als 5.000 Menschen einen Arbeitsplatz. Mit der Strategie, den Hafen Wien konsequent zu stärken, konnten wir die Wettbewerbsfähigkeit entscheidend erhöhen,“ so Wien Holding-Chef Kurt Gollowitzer.

Hochwasserschutz und E-Commerce

Wie schon im Hafen Freudenau zu finden, soll auch im Hafen Albern ein Hochwasserschutztor errichtet werden. Die 22 Millionen Euro schwere Investition wird vom Land Wien, Bund und dem Hafen gemeinsam finanziert. Der Spatenstich soll im Herbst erfolgen.

Auch auf dem E-Commerce Sektor hat sich der Hafen Wien etwas Neues ausgedacht. Mit ihrem neuen Konzept „Hubert“ ist er im März ins Zustellgeschäft eingestiegen: Geplant ist es Pakete gesammelt und gebündelt auszuliefern. Das Ziel dieses Dienstleistungsangebotes ist es, die Anzahl an Fahrten und somit den CO2-Ausschuss zu reduzieren. Der Zustelldienst richtet sich an alle Wiener Geschäfts- und Gewerbebetriebe.

LBS

Ausweitung des Areals

Der Immobilienbereich ist ein wirtschaftlich wichtiger Faktor für das Unternehmen. Mit dem im Jahr 2017 neuangekauften Areal HQ7 (7. Haidequerstraße 6) konnten im vergangenen Jahr bereits mehr als 200 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Der Hafen Wien konnte 2018 in nahezu allen Geschäftsbereichen das Niveau des Vorjahres halten und teilweise übertreffen. Der Umsatz wurde von 58,1 Millionen Euro im Jahr 2017 auf 62,2 Millionen Euro gesteigert. Der Gewinn stieg von 14,8 Millionen Euro auf 14,9 Millionen.

Innovation und Filmkulisse

„thinkport VIENNA ist ein offenes Mobilitätslabor, das sich mit den Herausforderungen der Logistik in urbanen Ballungsräumen umfassend und langfristig auseinandersetzt. Die Denk- und Innovationswerkstatt wurde vom Hafen Wien in Kooperation mit der Universität für Boden­kultur Wien im Jahr 2017 ins Leben gerufen und wird seither stetig als Synapse für innovative Logistik-Projekte genutzt“, erklärt Doris Pulker-Rohrhofer, technische Geschäftsführerin Hafen Wien.

Verstärkt will sich der Hafen Wien in Zukunft auch als attraktiver Kooperationspartner für Branchen erweisen, die bisher noch nicht omnipräsent sind. So sind zum Beispiel die Sharing Community, Fahrtendienste, Produktionsbetriebe aber auch Filmteams im HQ7 eingemietet, die das Areal nicht nur als Drehort nutzen, sondern auch Kostüme lagern – also logistische Tätigkeiten oder auch Produktionsprozesse abwickeln.

„Apropos Film: Im Jahr 2018 wurde unter anderem die ORF-Stadtkomödie ‚Geschenkt‘ oder eine Episode der Thriller-Reihe ‚Spuren des Bösen‘ auf dem Hafenareal gedreht. Szenen aus der TV-Serie ‚Vorstadtweiber‘ sowie die internationale Sky-Produktion ‚Der Pass‘ mit Nikolaus Ofczarek sind bei uns entstanden. 16 Filmprojekte wurden bereits im Hafen Wien umgesetzt, davon waren elf Spielfilmprojekte am Gelände des HQ7 eingemietet. Diese Branchen-Vielfalt unterstreicht die zunehmende Bedeutung der Logistikdrehscheibe Hafen Wien“, so Fritz Lehr, kaufmännischer Geschäftsführer Hafen Wien.