Im Budget 2020 für Hernals sind über 8 Millionen Euro an Ausgaben geplant. Die Schwerpunkte: Bildungsinfrastruktur, Soziales, Sicherheit, ­Klimaschutz sowie Verbes­serungen in der Gestaltung des öffentlichen Raumes, wie ­BV-Stv. Peter Jagsch bei der Präsentation erläuterte. Den Klimaschutz hielten auch die Bezirksgrünen für besonders wichtig und forderten ein eigenes Klimabudget in Höhe von 300.000 Euro aus Mitteln der Straßenerhaltung.

Abgelehnt

Diesen Abänderungsantrag haben alle Bezirksvertreter mit Ausnahme der Grünen jedoch abgelehnt. Begründung: Die Instandhaltung 
von Straßen und Gehsteigen sei aus Sicherheitsgründen notwendig und die Grünen hätten die öffentliche Auflage des Budgetvoranschlages für Einsprüche nicht genutzt. Jagsch betonte auch, dass in Sachen Klimaschutz zusätzlich etwa 550.000 Euro investiert werden. So etwa 125.000 Euro für Baumpflanzungen der MA 42, Bodenentsiegelungen, die Errichtung einer schattenspendenden Pergola auf einem Kleinkinderspielplatz, die Begrünung des Vordaches am Amtshaus und der Bau von zwei Wasserspielplätzen. Die MA 28 (Straßenbau) wird 20 neue Bäume um je 20.000 Euro im dicht verbauten Gebiet pflanzen.

Kurios

Bei der Abstimmung über das Bezirksbudget 2020 stimmten die Bezirksräte der SPÖ, der NEOS, der ÖVP, der anwesende Mandatar der Freien Hernalser (ehem. FPÖ) sowie vier Bezirksräte der Grünen zu. Bei den Grünen waren zuerst zwei Hände in der Luft, dann eine dritte und eine vierte. Erfreut zeigte sich Jagsch auch, weil die Klubvorsitzende der Grünen dem Budget zustimmte, obwohl sie zuvor angekündigt hatte, dies nicht tun zu wollen.