Sechs Kämpfe, sechs siege und Gold bei Universiade

Johannes „Jo“ Pacher kommt aus der Wattmanngasse nahe der US-Botschaft. Und vor der Universiade in Neapel konnte er nur selten aufzeigen. Doch jetzt ist er voller Selbstvertrauen: „Ich weiß, dass ich an einem guten Tag alle schlagen, gegen jeden gewinnen kann.“ Klingt gut, aber: „Ich sag nicht, dass ich Weltmeister werde, aber ich kann es ­schaffen, wenn alles passt.“

Ein Pendler

Zum Judo kam er ganz zufällig. „Weil mein Volksschulfreund dreimal pro Woche an einen bestimmten Ort gefahren ist, wollte ich ­unbedingt wissen, was er dort macht. Dann hab ich ihn ­begleitet und gesehen, welchen Sport er betreibt.“ Der Freund hat längst aufgehört, für Pacher soll der Aufstieg beginnen. Mit Hilfe seines Mentors beim Meisterklub Volksbank ­Galaxy Judo Tigers, Ex-Militärweltmeister Thomas Haasmann („Er ist so etwas wie mein Ersatzvater im Sport!“), aber auch mit seiner israelischen Liebe Arielle, einer Judoka, deret­wegen er zwischen Wien und Tel Aviv pendelt.