Seit Jahren wird um 
die Nachnutzung der ehemaligen Zielpunkt-­Filiale gerungen. Ende 2019 schien des Problem gelöst. Bezirks-Vize Matthias Friedrich (SPÖ) und Wohn­baustadt­rätin Kathrin Gaál präsentierten einen neuen Gemeindebau mit 60 Wohnungen plus ­Supermarkt. „Ein tolles Projekt! Der Nahversorger und der neue Gemeindebau mit leistbarem Wohnraum werden das Grätzel bereichern und beleben“, betonte Friedrich. Als Baustart wurde Ende 2020 ins Auge ­gefasst. ­Gesagt – getan?

Laut Gemeinderatsbeschluss mit SPÖ-Grüne-NEOS-Stimmen schon! Obwohl der Bezirk mit ÖVP- und FPÖ-Stimmen in der Bezirksvertretung protestiert. Laut Vorsteherin Silke Kobald würde der Neubau teilweise nur 
sieben Meter Abstand zu den Nebengebäuden betragen. Und die bestehenden Bauten sollen von 12 auf 16 Meter aufgestockt werden. „Es ist mir unverständlich, dass man die Interessen der Bewohner, die Stellungnahme des Bezirks und die Empfehlungen des rathauseigenen Fachbeirats derart ignoriert“, so Kobald. „Die Wiedererrichtung eines Supermarktes und die Sanierung der Wohnhaus­anlage sind eindeutig die dringl­ichsten Anliegen.“

Eine Bürgerinitiative hat ­Unterschriften gesammelt und eine ­Petition eingebracht. Bisher ohne Erfolg. Fort­setzung folgt.