Hietzing: „Viele Bürger hoffen auf Gesamtkonzept“

Die Bezirkschefin im WBB-Interview

Das Parkpickerl bleibt Thema. Hietzing sagt Nein?

Silke Kobald: 68 Prozent der Hietzinger haben 2017 dagegen ­gestimmt, dabei bleibt es auch. Ich appelliere an die Stadtregierung, ein Gesamtkonzept zu erstellen. Viele Bürger hoffen darauf.

Ist die Citymaut gescheit?

Darüber kann man schon ­diskutieren. Aber es wäre ­absurd, wenn die Autofahrer doppelt zahlen müssten.

Zufrieden mit dem Öffi-­Angebot der Stadt?

Es ist leicht, zu sagen, man soll mit den Öffis fahren. Am Stadtrand ist das oft nicht so einfach, weil Busse und Straßen­bahnen seltener unter­wegs sind. Darauf muss die Stadtregierung mehr Rücksicht nehmen.

Gibt es in Sachen Verbindungsbahn etwas Neues?

Nein, gar nichts. ÖBB und Stadt Wien halten am Projekt­stand 2016 fest. Trotz unzähliger Gesprä­che waren die Projektverant­wortlichen nicht ­bereit, auf unse­re Verbesserungsvorschläge im Sinne der Wohnbevölkerung in ihren Planungen einzugehen.

Wie ist die Zusammen­arbeit mit den Grünen?

Schwierig, das wird sich wohl nicht mehr ändern. Aber die Hoffnung lebt, dass die Stadtregierung nach der nächsten Wahl eine andere ist.

Wie läuft’s mit den anderen Fraktionen im Bezirk?

In der Regel gut und lösungsorientiert. So stehen etwa alle Parteien hinter dem Ausbau zu einem familienfreundlichen Bezirk, das freut mich. Wir haben ­einige gemein­same Projekte geplant.

Womit können die Hietzinger im Herbst rechnen?

Mit der Sanierung des Skaterparks Auhof, hier ist das Budget freigegeben, die Arbeiten beginnen in diesen Tagen. Dann ist eine neue Hundezone am Rosenhügel geplant und seit kurzem gibt es auf dem Parkplatz beim Eingang Lainzer Tor eine neue, moder­ne Toilettenanlage.

Welches Projekt macht Ihnen Sorgen?

Die Sanierung der Westausfahrt. Hier kursieren mehrere Pläne, die nicht sehr erbaulich sind. Wir wollen, dass die Überführung der Autobahn auf Hietzinger Seite möglichst spät erfolgt. Daran wird kein Weg vorbeiführen.

die bezirkschefin im wbb-interview