Die Debatte um öffentliche Klosetts gibt es schon lange. Auch die ­Kritik daran. Jetzt kommt wieder Bewegung in das „örtliche Problem“.
Die Suche nach einem öffentlichen WC ist oft ein Hürdenlauf, weil Anlagen aus Kostengründen abgetragen oder zugesperrt wurden. Die Wiener Linien argumentieren damit, dass sie „jährlich einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag in die Reinigung und Wieder­herstellung gesteckt“ ­hätten. Oft wäre es zu Vanda­lismus gekommen.

Kritik an Sperren
Bezirkschefin Silke Kobald bekämpft seit Jahren die WC-Sperren in den historischen Stationen der U4 und betont: „Was schon Otto Wagner für die Stadtbahn vorgesehen hat, sollte auch für die modernen Wiener ­Linien Verpflichtung sein. Wir fordern Gratis-WCs ­verpflichtend für jede ­U-Bahn-Station.“

Rostfrei & sauber
Die angesprochenen Wiener Linien schaffen jetzt Licht am Ende des WC-Dunkels. Sie haben das Bieterkonsortium P&P-Planung sowie Blitz-Blank-Reinigung beauf­tragt, bis Ende nächsten Jahres 22 WC-Anlagen komplett umzubauen. Diesen Sommer soll es losgehen. „So können wir unseren Fahrgästen immer saubere und ­sichere WC-Anlagen gewähr­leisten“, stellt Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer in Aussicht. Auch die U4-Station Hietzing wird ein „stilles Örtchen“ aus ­rostfreiem Edelstahl für 50 Cent Benützungsgebühr erhalten.