Die Hietzinger Bezirksvorsteherin im Wiener Bezirksblatt-Interview:

Hietzing wurde 2019 ja zum ­familienfreundlichen Bezirk Nummer eins. Geht es heuer so weiter?

Silke Kobald: Ja, wir sind sehr stolz darauf, dass wir auch das Unicef-Zertifikat als erster fami­lienfreundlicher ­Bezirk Wiens bekommen haben. Jetzt gilt es, die beschlossenen ­Projekte umzusetzen.

Welche sind das konkret?

Am Roten Berg wurde bereits ein neues Spielgerät aufgestellt. Das Klettergerüst war ein expliziter Wunsch vieler Kinder. Dann wird es im Adolf-Lorenz-Park bei der Elisabethallee einen Genera­tionenspielplatz geben. Dazu werden noch die Bewohner eingebunden. Sehr freut mich auch, dass das Anruf-Sammel­taxi ASTax bis zum Wolfrathplatz verlängert wurde, eine Erleichterung für viele Jugendliche.

Es gibt auch Themen, die nicht so erfreulich sind – wie die Verbindungsbahn.

Das stimmt leider. Hier heißt es: Zurück an den Start. Es wird wenig Rücksicht auf Hietzing genommen. Wir können die Sperre der Kreuzungen und die Hochlage nicht akzeptieren. Da lassen wir sicher nicht locker.

Wie auch beim Hörndlwald. Wie soll es mit dem Geriatriezentrum Wienerwald weiter­gehen?

Der Bezirk hat ein­stimmig beschlos­sen, dass das Areal als Bildungseinrichtung verwendet werden soll. Eine Art Campus wäre interessant, im Westen Wiens braucht es etwa eine HTL. Die Flächen werden dringend benötigt.

Was tut sich in Hietzing in Sachen Umweltschutz?

Einiges, es werden in nächster Zeit sieben neue E-Tankstellen in Betrieb gehen, dann haben wir in Summe zwölf.

Und ist die Begrünung des Amtshauses noch aktuell?

Absolut, unsere Pläne sind fertig, um den Eingang zur Dommayergasse und den Eckbereich zur Eduard-Klein-Gasse zu begrünen. Wir wollen eine Pergola über den vorhandenen Grünflächen errichten. Wir hoffen, dass wir bei der Umsetzung dieses Vorzeigeprojekts nicht weiter blockiert werden.