Innere Stadt: Der Fiaker Streit geht munter weiter

Sie sind das Wiener Postkartenmotiv schlechthin. Die Fiaker. Für viele Touristen gehört eine Fahrt durch die malerische Innenstadt zum Wien-Besuch ebenso dazu wie Mehlspeisen, Walzerglück und das Schnitzel. Doch in der Stadt- und Bezirkspolitik sorgen die tradi­tionellen Fuhrwerke immer wieder für Diskussionsstoff.

Hohe Kosten

Denn mit der Forderung, die Kostenaufteilung für die durch Fiaker entstehenden Schäden neu zu überdenken, und dem Anstoß, die Fiaker statt auf dem Michaelerplatz auf dem Rathausplatz starten zu ­lassen, hat Bezirksvorsteher Figl eine alte Debatte neu entfacht. Dabei sind die Standpunkte der verschiedenen Interessenvertretungen oft diametral entgegengesetzt. Während Tierschützer schon lange das Ende der Pferde im Stadtgebiet fordern, sehen manche Fiaker-Kutscher ein mögliches Aus in der Inneren Stadt als existenzgefährdend.

Neue Behufung

Mit einer speziellen Gummi-Behufung könnte zumindest der finanzielle Aufwand 
für Straßensanierungen & 
Co gemindert werden. Die grundsätzliche Frage im Spannungsfeld zwischen ­Touristenattraktion, Kulturerbe und Tierschutz bleibt trotzdem offen.