Innere Stadt: Der Pallawatsch mit den Parkzonen

Bezirksvorsteher Markus Figl im Interview

Bilder der Inneren Stadt sind auf der ganzen Welt bekannt. Doch die Wiener City ist nicht nur Geschäftszen­trum und Hotspot für ­Touristen, sondern auch Wohnort für viele Menschen.

Die Öffnung der Bewohnerparkzonen hat im Vorjahr für viel Diskussionsstoff ­gesorgt. Wie ist der Stand der Dinge?

Das Ganze ist in Wirklichkeit ein riesengroßer Pallawatsch. Wir als Bezirk, und dazu gibt es auch aufrechte Beschlüsse, sind der Meinung, dass das gelten muss, was ausgeschildert ist. Daher haben wir die Tafeln, die aus unserer Sicht einer Abschaffung der Bewoh­nerparkplätze gleichkommen, auch nicht aufgestellt. Die Sache liegt jetzt bei der Volksanwaltschaft, der ist es möglich, ein Norm­prüfungsverfahren beim ­Verfassungsgerichtshof ­anzustreben. Wir würden es ­begrüßen, wenn die Entscheidung dort fällt, dadurch würde man sich einen Weg durch die ­Instanzen ­sparen.

Stichwort Schwedenplatz neu, wie soll es hier weiter­gehen?

Aus meiner Sicht kann mit der Umsetzung des Siegerprojekts des Architektenwettbewerbs jederzeit begonnen werden. Das soll aber nicht nur mit einem symbolischen Spatenstich vor dem Abgang der Vizebürgermeisterin passieren, sondern die Stadt muss sicherstellen, dass über die Flächen wie im Siegerprojekt vorgestellt ­verfügt werden kann.

Welche drei für den 1. ­Bezirk typische Orte würden Sie jemandem zeigen, der noch nie in der Inneren Stadt war?

Zum einen den Stephansdom, der auch Ruheort für die Bevölkerung sein kann. Dann den Rudolfsplatz, als Beispiel für einen echten Grätzel-Ort, und schließlich die Gegend um den Fran­ziskanerplatz, der die lange ­Geschichte der Stadt ­eindrucksvoll zeigt.