Innere Stadt: Quo vadis, Michaelerplatz?

Ein illustres Podium hat sich Ende Juli in der Hitze des ­Sommers in unmittelbarer Nähe zum Michaelerplatz versammelt, um das Projekt „Michaelerplatz plus“ (www.michaelerplatz.at) ­vorzustellen.

Platz zum Verweilen

Etwa Anwalt Wolfgang Spitzy, der bereits bei der Neuge­staltung der Herrengasse ­involviert war, Florian Janko, Unter­nehmer und Sprecher der Einkaufsstraßen Kohlmarkt/Graben. Auch Reinhold Sahl von der angrenzenden Burghauptmannschaft und Pater Erhard Rauch von der Pfarre St. Michael haben sich der Initiative angeschlossen. Mit der Homepage will man einen Dialog starten und über die zukünftige Nutzung des Michaeler­platzes diskutieren. „Wir laden die Bevölkerung ein, mit uns über ­mögliche Zukunftsvisionen zu diskutieren“, so das Komitee. Bis in den Herbst will man Ideen sammeln und im Rahmen von Dialogveranstaltungen das Projekt weiterführen.

Bewegte Geschichte

Dort, wo heute der Michaelerplatz ist, befand sich schon zur Römerzeit eine wichtige Kreuzung. Im Mittelalter kam mit St. Michael die zweite Wiener Pfarre nach St. ­Stephan hinzu. Eine Zeit lang schmückte ein Garten der angren­zenden Hofburg die ­Gegend, bis der Platz durch die Errichtung der Winterreitschule Anfang des 18. Jahr­hunderts seinen heu­tigen Charakter erhielt.