Als Veronika Mickel-Göttfert im Jahr 2010 Bezirksvorsteherin der Josefstadt wurde, war sie die jüngste der 23 Bezirkschefs. Mittlerweile ist die begeisterte Josefstädterin seit acht Jahren im Amt. Interview mit Bezirksvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert

Ein Thema, das in letzter Zeit die Josefstadt bewegt hat, war die Verlegung des Standesamts vom Schlesingerplatz in den 9. Bezirk. Wie ist da momentan der Status?

Ich hatte zwischenzeitlich ein sehr gutes Gespräch mit dem zuständigen Stadtrat Hanke. Ich stehe dem Vorschlag offen gegenüber, dass die Verwaltung in der Wilhelm-Exner-Gasse zusammengefasst wird, bestehe aber darauf, dass sich die Gebührensituation nicht verachtfachen darf, wenn der Schlesingerplatz eine Traumlocation (Vorschlag der Stadt, Anm.) wird.

Der Bau der U-Bahn rückt näher, gibt es von den Anrainern diesbezüglich schon Rückmeldungen?

Ja, die Vorarbeiten sind da, in manchen Grätzeln wird dafür wöchentlich etwas aufgerissen. Ich bin froh, dass es ab 12. November einen Grätzelbetreuer seitens der ­Wiener Linien geben wird. Des Weiteren habe ich angeregt, dass für die Bewohner in den am stärksten betroffenen Gebieten ein „Goodie“ kommt, entweder in Form eines kostenlosen Parkpickerls oder in Form einer Jahreskarte der Wiener Linien.

Grünraum ist in der ­Josefstadt immer ein Thema. Gibt es zur 
Öffnung des ­Palais 
Strozzi ­Neuigkeiten?

Ja, wir befinden uns mitten in einer neuen Flächenwidmung. Der Bezirk möchte, dass der Durchgang bei der Strozzigasse öffentlich wird. Da wird es dann weitere Verhandlungen geben. Außerdem wird das Palais Auersperg zum Thema. Im Rahmen einer möglichen Sanierung haben wir als Bezirk festgehalten: Wenn es zu größeren Veränderungen kommt, muss auch die Öffnung des Gartens mitbehandelt werden.