Die Plätze, an denen sein Krimi spielt, kennt Engelbert ­Fischer wie seine Westentasche. Der gebürtige Oberlaaer präsentiert sich auch an dem Ort, an dem der Entführungsfall in seinem Krimi „Tod im Furchenadel“ ­beginnt: in den Feldern hinter der Fontanastraße. „Es ist ein humoristischer Krimi. Ich nenne das Nachtkastlliteratur. Man liest ein paar Seiten vorm Einschlafen und schläft gut – nicht Schlimmes oder Grausliches“, beschreibt er seine Geschichte. Sie ist eine Mischung aus Erlebtem, ­Erzähltem und Fischers Fantasie. „Die Figuren existieren in der Realität – ich kenne alle gut – und alle reden noch mit mir.“

Von der Bahn zum Buch in kurzer zeit

Der Zugang zum Schreiben kam bei ihm auf Raten. ­Fischer war viele Jahre Elektro­techiker bei den ÖBB und am Ende seiner Berufslaufbahn in der Konzernsicherheit eingesetzt. „Dadurch hatte ich mit der Kriminalitäts­bekämpfung und dem polizeilichen ­Umfeld zu tun.“ 2015 hob er im Dienst ein Flüchtlingskind zu ­dessen Mutter in einen Bahnwaggon, machte dabei eine unglück­liche ­Drehung und erlitt schwere Bandscheibenschäden. Er ­landete im Rollstuhl – mit permanenten Schmerzen. Dabei ­begann Fischer zu schreiben, um eine Beschäftigung zu haben. „Das erste Manuskript für ‚Linie 15A auf Abwegen‘ entstand in rund zwei Monaten – im Eigen­verlag. Das zweite Buch ­erschien nun schon in der Edition Mokka.“

Erhältlich auf www.edition-mokka.eu oder bei Morawa um 18,50 Euro

Der Autor hat nun ­weitere vier Manuskripte in petto. Nebenbei pflegt er sein Hobby: Alles rund um die Eisen­bahn – er baut echte Stellwerke nach und verbindet sie mit einer H0-Eisenbahn. Und es gibt gute Neuigkeiten: Seit April kann er wieder gehen.

Von: Bettina Mader

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©Stefan Diesner