Landstraße: „Mein Lebenswerk ist Wien-Mitte“

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Interview mit dem Landstrasser Bezirksvorsteher Erich Hohenberger

Herr Bezirksvorsteher, was sind die aktuellen Projekte? 
Erich Hohenberger: Ein wichtiges Projekt ist die Umgestaltung des Paulusparks. Ein Viertel der Anlage ist nur für Schwerstbehinderte – die brauchen eigene Spielgeräte.

Wie schaut es aus mit den Schulwegsicherungen?

Ein hochaktuelles Thema, ­hervorgerufen durch den tragischen Unfalltod des neunjährigen Buben. Wir haben bei der Unfallstelle sofort ein vorauseilendes Grün gemacht, dass heißt: Der Fußgänger hat Grün und kann losgehen, der Abbieger hat aber noch Rot. Es läuft auch ein Probeversuch mit einer digitalen Anzeige der Grünphase. Wenn das zu 100 Prozent getestet und freigegeben ist, machen wir das dort.

Stichwort Abschleppzone beim Klopsteinplatz?

Wir verschmälern den Gehsteig noch vor Sommer. Wir haben dann noch immer zwei Meter Rest-Gehsteig, das entspricht den Richtlinien. Kosten: 60.000 Euro.

Welche Anliegen hatten die Bürger vor 25 Jahren und welche Sorgen haben sie heute? 
Der Schwer-
punkt liegt nach wie vor bei der Wohnungs­suche. Wobei heute viele Leute auch gerne eine frei ­finanzierte Wohnung hätten. Manche stehen dort aber an 10.600. Stelle – das kann man nicht begreifen.

Ihre schönste Erinnerung als Bezirksvorsteher?

Die Eröffnung von Wien-Mitte nach 25-jährigem Kampf: Häupl und Hohenberger gegen den Rest der Welt. Das war sicher einer meiner schönsten Augenblicke. Wien-Mitte ist mein Lebenswerk.

Und privat? 
Als ich wieder aufgewacht bin, 2003, nach meiner schweren Erkrankung. Ich schwebte zwei Tage in akuter Lebensgefahr. Heute geht’s mir gut.

Was braucht man für das Amt des Bezirksvorstehers? 
Eine positive Einstellung zum Job. Und man muss auf die Menschen zugehen können. Ein dreifacher Doktor musst du dafür nicht sein, aber du musst am Markt diskutieren können – auf Wienerisch!

Wie schaut Ihre Zukunft als Bezirksvorsteher aus?

Ich hoffe, dass ich für die Landstraße noch vieles positiv erledigen kann. Wie lange noch, ist auch eine Frage der Gesundheit. Sicher ist: 2025 trete ich nicht mehr an.