Landstraße: Neuer Disput um Heumarkt

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Mit einem umstrittenen Maßnahmen-Paket zum Erhalt des Welterbes will Österreich bewirken, dass das „Historische Zentrum von Wien“ von der „Roten Liste“ der Unesco genommen wird.

Die Republik Österreich erklärt in einem kürzlich an die Unesco ­geschickten Dokument, das gefährdete Welterbe „Histo­risches Zentrum von Wien“ schützen und somit dessen Status als Weltkulturerbe aufrechterhalten zu wollen. Sollte Wiens Zentrum den Status verlieren, bliebe den Wienern als Weltkulturerbe nur noch Schönbrunn.

LOB UND KRITIK
Sabine Haag, die Präsidentin der Österreichischen Unesco-Kommission, war vom Bericht angetan, Kritiker Wolfgang Zinggl zeigte sich enttäuscht. Er beginne „frühestens daran zu glauben, wenn ein konkreter Gesetzesvorschlag diskutiert wird“, so Zinggl. „Und der könnte augenblicklich vorliegen, wenn es der Regierung ernst wäre mit der Einhaltung ihrer völkerrechtlichen Verträge.“ Es liege an Vizekanzler Werner Kogler, der Stadt Wien eine Weisung zu erteilen, sich an die völkerrechtlichen Gesetze zu halten, so Zinggl. 13 NGOs sowie viele Kultur- und Architekturinsti­tutionen forderten bereits „einen Neustart des ­Projekts unter adäquaten ­Rahmenbedingungen“.