Die Fahndungsfotos brachten den Erfolg: Bereits zu Weihnachten stahl ein 49-jähriger Österreicher in einer Bank im dritten Bezirk 130.000 Euro. Das Geld lag griffbereit in einem unversperrten (!) Tresor. Nach der Tat flüchtete der Mann Richtung Innenstadt. Nach Veröffentlichung dreier Fotos, die den Täter in der Bank zeigen (oben), langten mehrere anonyme Hinweise beim Landeskriminalamt ein. Bei einer der sofort durchgeführten Personenüberprüfungen stießen die Ermittler auf den Dieb, der alles andere als ein professioneller Krimineller ist: Bei der Festnahme trug er dasselbe Gewand wie beim Diebstahl, zudem hatte er denselben Rucksack wie zur Tatzeit umgeschnallt – zur Wiedererkennung trug er also selbst entscheidend bei. 
Der nicht vorbestrafte Österreicher legte sofort ein Geständnis ab und gab als Motiv Geldnot und die „sich überraschend bietende Gelegenheit“ an. Teile der Beute konnten ­sichergestellt werden.

Unklar war zunächst, ob der Mann von dem Tresor wusste und seinen Raub vorbereitet hatte. Immerhin kam er mit Handschuhen in die Bank.