Leopoldstadt: Es wird enger für den Trabrennverein

Es sieht nach Abschied aus: Im östlichen Teil der Trabrenngründe, der „Creau“, sind 
die Bagger am Werken. Am 30. September ziehen die Kunstinitiative „Usus“ und 
die ansässigen Werkstätten aus, die Projektgesellschaft Viertel Zwei, Eigentümerin des ­gesamten Areals, will hier eine Volksschule sowie Wohn- und Bürogebäude errichten – letztere 90 und 120 Meter hoch. Damit wären die Trabrennbahn und ihre mehr als hundert Jahre alten Gebäude vom Westen und vom Osten her zwischen hypermodernen Wohntürmen eingeklemmt.

Pachtvertrag

Dem Präsidenten des altehrwürdigen Trabrennvereins scheint diese Entwicklung nicht zu behagen. „Wir haben einen Pachtvertrag für die nächsten zwanzig Jahre, den wir einseitig verlängern können“, sagt Peter Truzla. Sollte allerdings die Stadt Wien 
oder Viertel Zwei einen ­Vorschlag für ein anderes ­Gelände machen, würde er diesen prüfen. Für die Fläche der Rennbahn hat Viertel Zwei nach eigenen Angaben allerdings keine Pläne. Stand: derzeit. Wie lange noch Pferde in der Krieau traben werden, kann niemand sagen.

Hans-Paul Nosko