Leopoldstadt: Hit für Fußgänger – oder Geisterstraßen?

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Pazmanitengasse, Alliiertenstraße und zwei weitere Gassen sind nun offiziell begehbar – aber nicht alle begrüßen diese Entscheidung!

Nicht nur beim neuen Busbahnhof, sondern auch bei den Begegnungszonen, die aufgrund der Situation rund um das Coronavirus in der Leopoldstadt geschaffen wurden, herrscht keine Einigkeit zwischen roten und grünen Bezirkspolitikern.

FÜR DIE KRISENZEIT
„Die Pazmanitengasse und die Alliiertenstraße sind für die Zeit der Krise temporäre Begegnungszonen. Zusätzlich ist am Stella-Klein-Löw-Weg und in der Nordportalstraße das Gehen auf der Fahrbahn erlaubt“, erklärt Berzirksvorsteherin Uschi Lichtenegger. Vizebürgermeisterin Birgit Hebein deutet sogar an, dass die Dauer über den Mai hinaus ver­längert werden könnte.
Der sozialdemokratische Bezirks-Spitzenkandidat bei der Herbstwahl ist davon nicht wirklich überzeugt. „Viel wichtiger war, dass ich mich bei der Frau Ministerin Köstinger für das Öffnen des Augartens eingesetzt habe. Ich schrieb ihr zweimal – in einem persönlichen Brief und per Mail –, dann hat es endlich geklappt“, schildert Alexander Nikolai sein Vorgehen.
Er bezeichnet die Straßen, die zu Begegnungszonen erklärt wurden, sogar als „Geisterstraßen“, die von der Bevölkerung nicht ­angenommen werden.