Leopoldstadt: „Immer Klimafreundlichkeit mitdenken“

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Was ein klima­freundlicher Bezirk ist, das ist für Uschi Lichtenegger sonnenklar: „Einer, der gegen die Aus­wirkungen des Klimawandels ein Paket schnürt und sich Unterstützung holt, um dieses umzusetzen.“
 Die Devise der Leopoldstadt-Chefin: „Bei allem, was man angreift, muss das Klima mitgedacht werden.“ Lichtenegger ist seit genau drei Jahren im Amt und hat auf diesem urgrünen Terrain einiges vorzuweisen. So werden demnächst in der Blumauergasse und im Volkertviertel rund 30 Bäume gepflanzt. Lichtenegger: „Jeder Baum ersetzt zehn bis zwölf Klimaanlagen.“ Pro Jahr werden im Bezirk hundert Bäume neu- oder nachgepflanzt, das Zusatzbudget der Stadt ist hier ein Turbo. Auch wurden Bezirksteile identifiziert, in denen ­besonders von der Hitze ­betroffene Menschen (Einkommensschwache, Senioren, Kinder) wohnen: das Stuwerviertel, das Volkert-/Alliiertenviertel sowie das Rotensternviertel. Lichtenegger: „Hier müssen wir mit Begrünungen und Sitzmöglichkeiten gegen die Hitze arbeiten.“ 

Zu Fuß gehen
Ein großes Anliegen ist Lichtenegger die Fortbewegung ohne Auto: „Wir brauchen in der Klimakrise die Möglichkeit, zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit den Öffis auszukommen.“ In diesem Sinne hat sie Tempo 30 in Wohn­gebieten eingeführt und 
sorgt für mehr Rechte für Radfahrer. 
So soll ab dem Frühjahr die Verbindung Castellez­gasse – 
Scherzergasse zur Fahrradstraße werden. Die neu zu gestaltende Praterstraße soll ein verbessertes Miteinander der Verkehrsteilnehmer ermöglichen – die Detailplanung will man im März präsentieren.