Besucher- und Umsatzplus

Für Wiener und für Touristen ist es gleichermaßen eines der bedeutendsten Wahrzeichen der Bundeshauptstadt, für die privaten ­Betreiber ist es auch ein hervorragender Umsatzbringer: das Riesenrad, das im Juni 122 Jahre alt wird.

„Wir hatten 2018 das beste Ergebnis der vergangenen 30 Jahre“, berichtet Peter Petritsch, Geschäftsführer des Riesenrads. 840.000 Besucher drehten im vergangenen Jahr ihre Runden. Im Jahr davor waren es noch knapp 800.000 Leute gewesen.

Heirat möglich

Das Riesenrad ist ein höchst profitables Unternehmen. Der Gewinn für 2018 wird etwa die Hälfte des Vorjahresumsatzes von 8,5 Millionen Euro betragen, sagt Petritsch. Dabei sind ständig Wartungsarbeiten notwendig: Wurden vor zwei Jahren alle 15 Waggons ausgetauscht, so steht derzeit das Entrosten und Streichen der Pylonen an. 
Für die Umsätze ist nicht nur der Kartenverkauf verantwortlich: Zusätzliche Einnahmen kommen durch die Vermietung der Waggons. 3.000 Mal wurde im Vorjahr eine der Kabinen für private Feiern gebucht. „Bei uns kann man auch heiraten“, verrät Petritsch. 
Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke sieht das Riesenrad in ein aktuelles Tourismusziel eingebunden, als „Entzerrung der Besucherströme“: „Wir brauchen Attraktionen außerhalb des Zentrums, und Riesenrad und Prater machen hier einen tollen Job.“