Leopoldstadt: Sozialarbeiterin erhält Platz

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In unmittelbarer Nähe des Praterstern (2. Bezirk) – vor dem Haus der Wirtschaftskammer – wurde ein Platz nach der Sozialarbeiterin, Politikerin und Feministin Anitta Müller-Cohen ­benannt. Während des Ersten Weltkriegs war die 1890 als Anitta Rosenzweig geborene Müller-Cohen in der Kriegsfürsorge für galizische und bukowinische Juden tätig.
 1918 wurde die Feministin, die Vorstandmitglied im ­Österreichischen Frauenverein war, als eine der ersten Frauen in den Wiener Gemeinde­rat berufen. Journalistisch war Müller-Cohen für österreichische Tageszeitungen tätig. 1934 zog sie nach Palästina, wo sie sich für Flüchtlinge aus Österreich einsetzte. Müller-Cohen starb 1962 in Tel Aviv (Israel).