Großen Aufruhr in der Bezirksvertretung verursacht die neue Streckenführung der Buslinie 82A im Nordbahnviertel. Die SPÖ sieht sich von Bezirkschefin Uschi Lichtenegger (Grüne) überrumpelt.

Bus-Umleitung für Fussgängerzone

Was deren Stellvertreterin ­Astrid Rompolt (SPÖ) grundsätzlich stört: Ihre Partei sei in die Änderung der Streckenführung nicht eingebunden gewesen. Inhaltlich kritisiert Rompolt, dass der 82A nun nicht vor dem geplanten Bildungscampus II halten soll. Rompolt: „Das heißt, dass Schüler und ­Eltern mit Kindergartenkindern über 600 Meter zu Fuß gehen müssen.“ 
Stimmt nicht, sagt Lichten­egger: Der nun zu Fuß zurückzulegende Weg sei nur 380 Meter lang. Außerdem sei die neue Strecke mit den zuständigen Magistratsabteilungen, den Wiener Linien, den Bewohnern des Nordbahnviertels „und anderen Stakeholdern“ abgestimmt worden. Von den anderen im Bezirks­parlament vertretenen Parteien ist allerdings nicht die Rede. Die neue Streckenführung ermögliche, so Lichtenegger, eine Fußgängerzone vor dem künftigen Bildungscampus und somit eine Sperre für die Durchfahrt.

Hans-Paul Nosko