Leopoldstadt: Von der Idee bis zum Projekt

Am treffendsten könnte man seinen Beruf als „Ermöglicher“ bezeichnen. Zmary Gharwal arbeitet mit seinem Verein SocialWorkHub daran, Chancen für Menschen zu schaffen, die sie ansonsten nicht oder nur schwer bekämen. Speziell Menschen mit Behinderungen und mit migrantischem Hintergrund liegen dem Kommunikationsberater am Herzen, dessen Vater aus ­Afghanistan stammt. 
Da ist viel Vernetzungstätigkeit nötig: Schulen, private Initiativen, NGOs, Gewerbetreibende, Sportvereine – alles ehrenamtlich in der Freizeit. 
Gharwal gibt ein Beispiel: Eine Leopoldstädter Schule benötigt für mental beeinträchtigte Kinder zusätzliche Sportmöglichkeiten. Der ­SocialWorkHub bringt die Schule mit der Hockey-Sektion des im Prater ansässigen WAC zusammen, damit die Kinder dort umsonst oder zumindest vergünstigt spielen können. Dabei hat Gharwal sich ein hohes Ziel gesteckt: „Dieses Landhockey-Team soll 2021 an den Special Olympics teil­nehmen.“
Im Prinzip geht es immer um dieselben Komponenten: den Ort für eine Aktivität, die Kompetenz einer Organisation – beides kommt hier vom WAC – und die Vernetzung und Marketingunterstützung, die SocialWorkHub übernimmt. Gharwal: „Wir begleiten Menschen, die eine Idee haben, auch nach der Vernetzung und helfen ihnen etwa dabei, ein Büro zu finden, ein Konzept zu schreiben oder eine Marke aufzubauen.“


Nicht immer einfach

Viele Leute, die eine gute Idee haben, würden z. B. daran scheitern, ein Trans­parent zu basteln, weiß der Kommunikationsprofi. 
Ob ihm das Arbeiten hier leicht fällt? „Wien ist eine Weltstadt, die im Handling nicht immer einfach ist.“

Hans-Paul Nosko

Zmary Gharwal ermöglicht Projekte für benachteiligte Menschen