Leopoldstadt: Mehr leistbare Wohnungen im Zweiten

Welche wichtigen Vorhaben hat der Bezirk im heurigen Jahr umgesetzt und welche werden es 2019 sein? 
Bezirkschefin Uschi Lichtenegger im Interview mit dem WIENER BEZIRKSBLATT.

Was war für Sie der größte Erfolg in diesem Jahr?

Ein Highlight ist das Pilot­projekt Schulstraße vor der Volksschule Vereinsgasse. An Schultagen gilt ein Fahrverbot von 7.45 bis 8.15 Uhr. Der Pilotversuch geht bis Anfang November, bis dahin soll evaluiert werden. 

Was war heuer der Schwerpunkt des Bezirksbudgets?

Der Großteil geht 2018 in die 
Schulgebäude-Sanierung, z. B. 
in der NMS Holzhausergasse, 
in der Volksschule Czernin-­platz sowie den Umbau der 
VS ­Vorgartenstraße 191.

Ein großes Anliegen ist Ihnen die „demenzfreund­liche Leopoldstadt“.

Wir konnten heuer am Demenzmarkttag im Stadioncenter erstmals als „Netzwerk demenzfreundliche Leopoldstadt“ auftreten. Sobald die entsprechenden Module fertiggestellt sind, können wir Schulungen z. B. für Polizei und Geschäfte anbieten.

Ihre Vorhaben für 2019?

Ein Großteil des Budgets wird in das Schulsanierungspaket fließen. Auch die Schulwegsicherung werden wir fortsetzen. Vorgesehen sind auch der Bau­beginn für drei große Baufelder am Nordbahnhof und die planerische Fertigstellung von drei weiteren Baufeldern. Weitere Schwerpunkte sind Klimaschutz und Sanierung der Praterstraße. Die Anrainer wünschen sich hier eine Verkehrsberuhigung, mehr Querungen, mehr Grün ab dem Nestroyplatz stadteinwärts und mehr Raum und Sicherheit für die Radfahrenden.

Thema leistbarer Wohnraum in der Leopoldstadt?

Der Schlüssel am Nordbahnhof – ein Drittel frei finanziert, ein Drittel leistbar und ein Drittel geförderter Wohnbau – ist ein gutes Modell, wobei ich mir mehr an ­gefördertem Wohnbau wünschen würde. Darüber hinaus wird der Zweite mehrere hundert Wohnungen mit einer „All-inclusive“-Miete von 7,50 Euro pro Quadratmeter ­bekommen.

Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger im INterview