Liesing: Eine Sargfabrik wird mit Kultur neu belebt

In der ehemaligen Sargfabrik Atzgersdorf wurden bis vor wenigen Jahren tatsächlich noch ­Särge erzeugt. Heute tummeln sich hier unterschiedlichste lokale und internationale Kultur­formate. Anfang des Jahres wurde das Areal an den Immobilienentwickler Soravia verkauft, der die Nutzung als Veranstaltungsort wie bisher beibehalten und um Gastronomieflächen, Büros, Werkstätten und Proberäume ergänzen will. Bis dahin nutzt der Verein „F23.wir.fabriken“ den Ort.

Kultur ist Austausch

Gerald ­Bischof setzt sich dafür ein, dass auch langfristig eine kulturelle Nutzung sichergestellt ist. „Es braucht Orte wie diese Sargfabrik, wo ein kultureller und sozialer Austausch stattfinden kann.“ Angrenzend an die Sargfabrik ist ein Bauträgerwettbewerb für rund 740 geförderte Wohnungen geplant, außerdem entsteht in unmittelbarer Nähe ein Bildungscampus mit Kindergarten, Volksschule und Mittelschule. „Immer mehr Menschen zieht es in die einwohnerstärksten Bezirke, wo es – verglichen mit dem Wachstum – auch eine kulturelle Entwicklung des Angebots ­geben muss“, ist Bischof überzeugt.