Dieser Tage jährte 
sich die Pogromnacht von 9. auf 
10. November zum 80. Mal. Es war der erste ­gewaltsame Höhepunkt des jahrelangen Terrors der Nazis gegen die Juden in Wien. Fast alle Synagogen der Stadt ebenso wie zahlreiche jüdische Einrichtungen, Lokale und Geschäfte wurden von SA- und SS-Männern unter tatkräftiger Beteiligung der Bevölkerung zerstört.

Lichtstelen

Die zweitgrößte Synagoge Wiens befand sich damals am Loquaiplatz, im Herzen von Mariahilf. Auch sie wurde vor 80 Jahren zerstört. Im Rahmen einer Gedenkveranstaltung am 8. November wurden dort  nachdenk­lich ­stimmende Texte der beiden Zeitzeuginnen und ­Literatinnen Rose ­Ausländer und Dora Schimanko gelesen. Ebenfalls seit 8. 11. sind die Mariahilfer Daten auf der Onlineplattform ­memento.wien abrufbar. Das Onlineprojekt des Dokumentations­archivs des österreichischen Widerstands macht die letzten Fotos und ­Adressen ermordeter Wiener Juden sichtbar. Lichtstelen in der Schmalzhof- und Stumpergasse erinnern an zerstörte Gebäude