Die Fraktionen der Meidlinger ÖVP, der FPÖ und ein unabhängiger Bezirksrat brachten im vergangenen Bezirksparlament den Antrag zu einem Alkoholverbot am Meidlinger Bahnhof ein. Viele Bewohner würden sich bei der Arcade Meidling und am Schedifkaplatz in den Abend- und Nachtstunden nicht mehr sicher fühlen, war die Begründung dafür.

Der Antrag wurde mit Mehrheit abgelehnt. Seitens der SPÖ möchte man in dem Bereich auf mehr Sozialarbeiter als Lösungsansatz setzen. Denn die Menschen, die im Bahnhofsbereich herumlungern, seien meist alkohol­krank. Sie würden zur Stadt gehören, wie jeder andere Mensch. Auch wenn sie anders riechen. Das müsse die Demokratie aushalten, meinte eine Bezirksrätin. Seitens der Grünen ist man ebenfalls der Ansicht, dass ein Alkoholverbot die Probleme am Bahnhof nicht lösen könnte. Es würde sich allenfalls verlagern, so wie schon das Beispiel am Praterstern zeige. Man müsse zur Kenntnis nehmen, dass es nun einmal Arme und Alkoholkranke gebe. Auch die Grünen setzen auf mehr ­Sozialarbeit.