Meidling: Video für mehr Kontakt

©Katharina Schiffl

Umtriebig war Bezirksvorsteher Wilfried Zankl während der Corona-Schließungen. Er kommunizierte viel per Video auf sozialen Medien und nimmt auch ­einiges davon für
die ­Zukunft mit.

Hat sich nach den Corona-Schließungen nun wieder alles eingependelt in Meidling?
Es war am Anfang schon eigenartig. Vieles wie der Seniorentag, das soziale Wohnzimmer oder auch meine Lokal-Sprechstunde ist ausgefallen. Wir haben vieles an Infos über soziale Medien weitergegeben. Haben gesammelt, was man wo bekommt oder was geliefert werden kann.

Ist da etwas übriggeblieben, das man weiter­führen kann?
Es ist vielen klar geworden, dass sie kleine regionale Betriebe unterstützen müssen, weil die hier ihre Steuern zahlen und das Gesundheitssystem stützen. Am Meidlinger Markt hat sich die Plattform von „Hüftgold“ bewährt, wo man bestellen konnte und vom Markt geliefert bekam. Nun hat sich daraus der „Meidlinger Marktbesorger“ entwickelt.

Sind von Verzögerungen auch geplante Projekte in Meidling betroffen?
Wir wissen, dass bei der Schule in der Längenfeldgasse die Außenanlage nicht pünktlich bis Herbst fertig wird – ob das auch den Innenbereich betrifft, wissen wir nicht. Nötigenfalls wird es für die Schüler eine kurze Phase mit Ausweichquartier geben. In der Singrienergasse könnte sich auch etwas verzögern.

Was sind die Schlüsse, die Sie aus der Zeit ziehen?
Wir waren schon immer auf dem richtigen Dampfer, indem wir hier Projekte so gestalten, dass wir wissen, wem damit geholfen wird. Etwa mit Free-Gym-Geräten für jene, die nicht ins Fitnesscenter können, oder schönen Parks für jene, die nicht auf Urlaub fahren können. Außerdem vermitteln wir jetzt weiterhin vieles per Video, damit man sieht, was hier passiert.

Interview: Bettina Mader