Mit Farbe für Hut und Hund

Mehr fesche Kopfbedeckungen im Alltag“ wären das Anliegen von Karin Bergmayer, Modistenmeisterin – also Profi-Hutmacherin – in Meidling. Dort hat sie ihr Atelier, wo schon ihre Großmutter als Kind ­gespielt hat. Karin, in dritter Generation Meidlingerin, mochte schon als Kind gerne Kopfbedeckungen. Da war es ein logischer Schritt, in der Modeschule Hetzendorf schließlich die Modistenklasse zu wählen. Bergmayer absolvierte Praktika – unter anderem im Studio Jean Barthet in Paris, wo Hüte für Jackie Kennedy oder Hollywoodstars 
gefertigt wurden. Danach war sie bei den Bundestheatern in der Modisterei. „Ich wollte aber immer selbständig sein. Bald nach der Meisterprüfung setzte ich das um.“ Und das schon seit 1989 in der Wohnung der Oma in der Franz-Emerich-Gasse – bis heute der Hutsalon.

Swingende Kunst

Hier spürt man die Welt der Karin Bergmayer, die auch als Künstlerin tätig ist. Die Wände, so manches alte Möbelstück – viel im Stil der 20er bis 50er Jahre. Das passt zu Berg­mayers Hobby, dem „Swing“. Sie macht sogar Kappen für Swing-Tänzer, teils aus Original-Stoffen aus der Zeit.

Wiener Design aus dem Grätzel

Im Atelier ist alles ein wenig schrill und sehr bunt, aber originell gemixt und so sind auch die Modelle: „Wer bei mir einen Hut bestellt, weiß, dass es etwas Besonderes sein muss.“ Nicht selten sind es Aufträge für Hochzeiten oder spezielle Events. Seit 10 Jahren erzeugt Bergmayer auch Brustgeschirre und Accessoires für ihre Zweitmarke „mopsfidel“. Die „Accessoires für Hundis, Fraulis und Herrlis“ gibt es seit zwei Jahren auch in einem Stand am Meidlinger Markt ab rund 50 Euro zu kaufen.Bergmayers geliebte Mops-Dame „Lola“ ist dafür das beste Model. Bettina Mader

©Stefan Diesner