Sorgen um Biotop

Das „Naturdenkmal 753“, ein Feuchtbiotop, das ganz seltenen Tier- und Pflanzenarten bisher das Überleben ermöglicht hat, sei durch die Bauarbeiten für ein ansehnliches Kleingartenhaus offensichtlich gefährdet, wie Anrainer befürchten. „Als Kinder war es uns immer verboten, das Gebiet auch nur zu betre­ten oder über den Zaun zu klettern“, weiß eine umwelt­bewusste Hernalserin zu berichten. Jetzt allerdings sei der Zaun weg und im Feuchtbiotop wären Baggerschaufeln ­dominant. Sofort nach den ersten Beschwerden war die MA 22 (Umweltschutz) auch zur Baustelle unterwegs. Sie stellte fest, dass die Bauarbeiten genehmigt waren, und ledig­lich „am Rand des Feuchtbiotops“ ein Kanal für einen genehmigten Hausbau ­errichtet werde. Dass damit auch die Gefahr verbunden sei, die Quelle des Feuchtbiotops zu „kanalisieren“, hat man bei der MA 22 nicht erhoben. Man wolle dies jedenfalls genau kontrollieren. Das WIENER BEZIRKS­BLATT wird das Versprechen der MA 22 ebenso genau kontrollieren.