Bezirksvorsteher Markus Reiter im Interview

Seit Ende 2017 ist der langjährige Bezirks­politiker Markus ­Reiter Vorsteher im tra­ditionell „grünen“ Neubau. Ökologische Maßnahmen sind dem 47-jährigen Bezirkschef naturgemäß ein wichtiges Anliegen. Mit punktuellen Projekten und flächendeckendem Bewusstsein will Reiter auch künftig die grüne Vorreiterrolle des Bezirks unterstreichen.

Welche Hauptpunkte sind im kommenden Jahr in Neubau geplant?

Wir brauchen lokale Initiativen, um mit der Klimaerhitzung umzugehen. Gerade für Kinder und ältere Menschen, die unter dem Klimawandel leiden, ist es wichtig, dass wir künftig an Hitzetagen ein erträg­liches Leben führen können. Das alles unter dem Gesichtspunkt, dass das Leben in den inneren Bezirken schon jetzt das klima­freundlichste ist.

Wie kann das am besten gelingen, welche Maßnahmen ­werden hier gesetzt?

Das erste große Pilotprojekt zur Senkung des Mikroklimas wird in der Zieglergasse umgesetzt. ­Geplant ist, die ­gesamte Gasse zu begrünen, und zwar so, dass sie sich den Wünschen der Bevölkerung entsprechend ins Stadtbild einbettet. Dazu zählen etwa Vertikal­begrünung, die Schaffung von Wasserentnahmestellen und zusätzliche Bäume.

Gibt es weitere ­Beispiele für öko­logische Anwendungen im Bezirksalltag?

Ein Projekt, das bei der Bevöl­kerung sehr gut angekommen ist, ist beispielsweise das „öKlo“, eine Alternative aus Holz zu den Chemiebomben, die es sonst in ­diesem Bereich gibt. Die Holz­klos stinken auch nicht und werden vor allem auf Festivals eingesetzt. Wir haben das im Herbst im Karl-Farkas-Park drei ­Wochen lang ­getestet und können uns ­vorstellen, öffentliche ­WC-Anlagen künftig so zu ­gestalten.