Neues Tageszentrum für Obdachlose

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Seit Mai diesen Jahres findet sich das erste Tageszentrum für Obdach- und Wohnungslose nördlich der Donau. Sieben solcher Zentren gibt es in Wien bereits. Mit dem „NORD_light“ eröffnet die Volkshilfe eine weitere Sozialeinrichtung als Rückzugsort für Betroffene.
„Hinsehen wo andere wegsehen. Das ist das Credo der Volkshilfe und unser zentraler Ansatz der Wohnungslosenhilfe“, so Rudolf Hundstorfer, Präsident der Volkshilfe Wien.

Sicherer Ort für Männer und Frauen
Insgesamt stehen 4 Ruheräume, einer davon speziell für Frauen zur Verfügung. Gerade in Sommermonaten sind die Aufenthaltsräume mit Ventilatoren gekühlt und sind ein Rückzugsort vor der Hitze. Das Tageszentrum bietet außerdem Waschmaschinen, Essen und Getränke sowie Sanitärräume. Diese haben für Frauen und Männer jeweils getrennte Bereiche. Weiters werden Handtücher, Hygieneartikel, Bettwäsche und Kleidung zur bereit gestellt. Die persönlichen Gegenstände können in Spinden verstaut und Wertsachen beim Personal hinterlegt werden.

Das ganze Jahr geöffnet
Das Tageszentrum hat von Mai bis November von 10:00 bis 17:30 Uhr geöffnet. In den Wintermonaten öffnet ein Winternotquartier an der selben Adresse. Der Aufenthalt ist jeder Person ab 18 Jahren erlaubt. Außer der Bereitschaft, die Hausordnung einzuhalten, gibt es keine weiteren Bedingungen. Alkohol ist in „sozial verträglichen Mengen“ erlaubt. Dazu zählen keine Spirituosen oder Getränke in Glasflaschen. Auch Tierbesitzer sind im NORD_light willkommen.

Den Betroffenen zu neuen Perspektiven verhelfen
Die Wiener Wohnungshilfe und die Volkshilfe ermöglichen obdachlosen Menschen mit dieser Anlaufstelle eine neue Perspektive und Hoffnung darauf, wieder selbstbestimmt wohnen zu können.
„Es gibt leider auch im Jahr 2019 noch immer Menschen für die saubere Bettwäsche und Hygieneartikel einen Luxus darstellen. Das ist nicht nur sehr traurig – sondern auch eine Mahnung an uns als Gesellschaft die sozialen Verantwortungen wahrzunehmen und von Obdachlosigkeit betroffene Personen nicht ihrem Schicksal auf der Straße zu überlassen“, so Ernst Nevrivy, Bezirksvorsteher der Donaustadt, welcher das Projekt ebenfalls unterstützt.