Ottakring: So schön wild ist unser Wald

Bei einem Spaziergang in der Savoyenstraße begegnet man „Meister Reineke“, der Besucher neugierig beäugt. In den Abendstunden bewegt sich ein Dachs gemächlich durch die Kleingartenanlage „Liebhartstal“ bei der Johann-Staud-Straße. Bei lauer Temperatur baut ein Mauerseglerpärchen zwischen dem Dachüberstand und der Regenrinne eines älteren Hauses sein Nest. Ständig fliegen die gefiederten ­Eltern aus, um die Kleinen zu ernähren.

Längst in der Stadt

Wildtiere, die ursprünglich in Feld, Flur und Wald beheimatet waren, haben längst die Stadtgebiete erobert. Dazu gehören nicht nur Rotfüchse, die bereits in allen Bezirken gesichtet wurden, sondern auch Mäuse, Biber und Fischotter ebenso wie zahl­reiche Vogelarten bis hin zu Schwarzstorch und Eisvogel. Viele der Tiere finden im ­urbanen Gebieten genügend Platz und Nahrung vor. Besonders Füchse und Steinmarder profitieren davon.

Wildtiere erforschen

„Ein wichtiger Beitrag zur ­Erforschung der Wildtiere in Wien sind die Beobachtungen der Bürger“, betont Bezirksvorsteher Franz ­Prokop. Tatsächlich kommen 43 % aller Fuchs-Beobachtungen in privaten Gärten, zu denen die Wissenschaft keinen Zugang hat, mit Hilfe der Bewohner zustande. „Über die Meldung von Wintervögeln und anderen Wildtieren auf der Plattform freuen wir uns sehr,“ bekräftigt der Leiter des Projekts StadtWildTiere, Richard Zink. Infos: www.stadtwildtiere.at