Ottakring: Zaubern kann keiner

Viele Bedauern die Absage des Wilhelminenberg-Markts

Kein romantischer Besuch im Schatten des Schlosses Wilhelminenberg mit famoser Aussicht und herzhaften Getränken mehr. Viele Ottakringer sind enttäuscht.

Enormer Aufwand

Die Gründe für die doch überraschende Pause erklärt Begründer August Nowak so: „Der stetige Besucherzuwachs hatte nicht nur erfreuliche Seiten, sondern uns auch die Grenzen gezeigt. Am Berg ist die notwendige Infrastruktur für einen Markt nicht so einfach vorhanden, sie muss jedes Jahr aufs Neue in 800 Arbeitsstunden von null weg hergestellt werden.“ Es gilt 1.000 m2 Holzboden und 1.500 Meter Stromkabel zu verlegen, dazu kommen Frischwasser-Versorgung, Müllentsorgung, Lager­flächen für die Stände etc.

Kreative Pause

Ein großer Aufwand. Aber warum zog Nowak gerade jetzt die Reißleine? „Es braucht ein ganzheitliches, zukunftsorientiertes Konzept, das sich nicht neben dem laufenden Marktbetrieb entwickeln und umsetzen lässt. Daher haben wir uns entschlossen, ein Jahr Auszeit zu nehmen. Leicht ist uns die Entscheidung nicht ­gefallen.“

2019 soll von der Ottakringer Bergspitze aus wieder ­gezaubert werden. Wir hoffen darauf.

Hans Steiner