Parkpickerl Neu: Das bringt ein wienweites Pickerl

Wie Verkehrs- und Planungsstadträtin Ulli Sima mitteilte, wird eine wienweite Lösung für das Parkpickerl angedacht – das WIENER BEZIRKSBLATT berichtete. Noch vor dem Sommer soll eine erste Lösung präsentiert werden. Doch welche Vorteile bringt ein Parkpickerl für die Bewohnerinnen und Bewohner der Bezirke?

In den letzten Jahren konnten viele Daten und Erfahrungen rund um das Parkpickerl gesammelt werden. Denn seit 1993 gibt es diese Art der Parkraumbewirtschaftung in Wien. Auch Kritiker des Parkpickerls sind meist nach der Einführung von den positiven Effekten überzeugt. Denn die Mehrheit der Bewohner aus Parkpickerl-Bezirken steht hinter der Entscheidung.

Bisher sind noch nicht in allen 23 Bezirken flächendeckende Parkpickerl eingeführt. Was vor allem in den Außenbezirken stellenweise zu Parkplatznot führt. Denn viele der rund 300.000 Pendler kommen mit dem PKW nach Wien und stellen in den kostenfreien Bezirken ihr Auto ab.

Mehr Parkplätze im eigenen Bezirk

Vor allem die Parkplatznot im jeweiligen Bezirk wird durch diese Maßnahme gelindert. Bis zu einem Drittel sind die Parkplätze der Parkpickerl-Bezirke ausgelastet. Denn vor allem Autos mit Nicht-Wiener Kennzeichen parken dort weniger. Damit wird auch die eigene Parkplatzsuche stark verkürzt.

Auch das Falschparken nahm nach der Einführung eines Parkpickerls ab.

Gut fürs Klima

Ein Parkpickerl im Bezirk fördert auch den Klimaschutz. So wurden alleine im Westen der Stadt Wien rund 8.000 PKW-Fahrten weniger pro Tag gezählt. Denn viele Pendlerinnen und Pendler, aber auch Wienerinnen und Wiener steigen statt ins eigene Auto, lieber in das hervorragend ausgebaute öffentliche Verkehrsnetz der Wiener Linien um. Übrigens wird mit den Einnahmen der Parkgebühren der weitere Ausbau der Öffis in Wien finanziert.

Mehr Lebensqualität

Weniger Verkehr auf Wiens Straßen bedeutet auch aktiver Klimaschutz. Und weniger Verkehr, heißt auch weniger Lärm in Wohngebieten.

Die Parkpickerl fördern auch indirekt die Lebensqualität der Bewohner. Denn nicht nur, dass die Zeit bei der Parkplatzsuche verkürzt wird, weniger Autos im Bezirk stehen und auch weniger Autos generell in der Stadt fahren, sondern dadurch steigt auch die Verkehrssicherheit.