Das Zelt war zum Bersten gefüllt. Baumitarbeiter, ÖAMTC-Damen und -Herren, das offizielle Penzing und viele Zaungäste waren gekommen, um den Spatenstich für das neue Zentrum Wien-West zu ­feiern. Und auch Abgesandte des Klubkonkurrenten ARBÖ ließen es sich nicht nehmen, den Nachbarn zu begrüßen. Noch dominieren Baulärm, Maschinen und Kräne das 10.000 m2 große Grundstück Ecke Hadikgasse und Kefergasse, direkt gegenüber der U4-Station Ober St. Veit. „Ein perfekter Standort für uns“, so ÖAMTC-Landes­direktor Ernst Kloboucnik, „er ist einladend, offen und transparent. Wir ­erwarten 110.000 Kunden pro Jahr!“ Der Neuanfang in Penzing bringt ein Ende in Rudolfs­heim-Fünfhaus mit sich. „Den Standort Schanzstraße gibt es seit den 70er Jahren. Da wir für unsere Dienstleistungen mehr Platz benötigen, hätte er ausgebaut werden müssen“, betont ­Kloboucnik. „Dann wurde uns das Grundstück an der Westausfahrt ­angeboten, es ist durch 
die Anbindung an Straße, ­U-Bahn und ­Radweg besser für uns.“ Die Übersiedelung soll Ende 2020 erfolgen – dann ist der Standort Schanzstraße ­endgültig Geschichte. Für Penzing ist der neue Stützpunkt ein ­Gewinn, entsprechend gut ist das Ein­vernehmen zwischen Bezirk und ÖAMTC, wird betont. „Es ist eine tolle Sache, dass 100 neue ­Arbeitsplätze nach ­Penzing kommen“, freut sich Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner über den ersten Spatenstich ihrer noch jungen Amtszeit. Und erzählt von ihren guten Erfahrungen mit dem ÖAMTC: „Als ich 1999 mit einem alten R5 nach London fuhr, waren die Pläne und Streckeninformationen eine große Hilfe. Auch die Kindersitze habe ich ­später vom ÖAMTC ­ausgeborgt.“ Für die Zeitkapsel brachte die Bezirkschefin eine Tageszeitung, einen Bleistift und ein Putztuch der Bezirksvorstehung mit. Zudem wanderten der Gebäudeplan, Münzen, ein Auto-Touring-Magazin und das Modell eines Pannen­fahrzeuges in das histo­rische Gefäß, das auf dem Grundstück ­vergraben wurde. Die Niederlassung soll in 
gut einem Jahr alle Stückerln ­spielen. Nach außen hin ist eine transparente Glasfront 
im Erdgeschoß vorgesehen, im Inneren des Gebäudes wird es einen 600 m2 großen Beratungs- und einen 2.700 m2 großen Technik­bereich geben. Im Obergeschoß sind Büros, Räume für Schulungen und Veranstaltungen sowie Gar­deroben, Sanitär- und ­Sozialflächen für die 100 Mitarbeiter geplant. Dazu kommen ein attraktiver Shop mit Kaffeebetrieb, ein Reisebüro, Versicherungsservice, technische Prüfdienste und Beratungsleistungen. Auch das Thema Elek­tro­mobilität wird mit einem ­eigenen E-Zweirad-Shop großgeschrieben und Mit­arbeiter der ÖAMTC-Pannenhilfe und des Abschlepp­dienstes werden von der Hadikgasse aus zu 72.000 mobilen Nothilfe-Einsätzen im Jahr ausrücken.