Das Wiener Bezirksblatt hat Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner zum Interview gebeten:

Wie schaut die erste Bilanz nach vier Monaten an der Spitze des Bezirks aus?

Meistens gut, es ist total spannend, zu sehen, was 
es in Penzing alles gibt. 
Kürzlich haben wir erst eine Schoko­ladenfabrik in der Goldschlagstraße entdeckt.

Wie reagieren die ­Bewohner auf Sie?

Ich würde sagen: interessiert und freundlich. Oft habe ich das Gefühl, dass sie große Hoffnungen haben, dass ich ihre Probleme lösen kann. Was ich gerne mache – sofern es in die Bezirkskompetenz fällt. Oft ist es aber schwierig wie im Fall des Otto-Wagner-Spitals. Hier sind uns selbst die Hände gebunden. Das muss man auch klar sagen.

Scheinen die Menschen mit Penzing zufrieden zu sein?

Die meisten schon, sie halten unseren Bezirk, wie ich, für den schönsten.

Sie sind oft mit dem Rad unterwegs. Sind 
Sie die ­bessere Grüne?

Nein, ich sehe das nicht parteipolitisch. Ich bin für alle Penzinger da – und möchte bessere Radwege, ­sichere Schulwege, neue Bäume und die erste ­Begegnungszone im Bezirk.

Wo soll sie hinkommen?

In die Goldschlagstraße vor der Sargfabrik und dem Wirtschaftspark. Die Straße gehört ohnehin saniert und wir haben dort die Chance, ein Bezirkszentrum mit neuen Bäumen und Verweilzonen aufzubauen. Denkbar wäre 
es auch, dort einen Markt 
zu ­installieren – der fehlt 
uns in Penzing nämlich.

Gibt es in der Hütteldorfer Straße nicht viele leer­stehende ­Geschäftslokale?

Ja, auch in der Linzer Straße gibt es zu viele Leerstände. Hier laufen ­Gespräche mit Vertretern der Einkaufsstraßen. Wichtig ist mir, die vorhan­denen Geschäfte zu unterstützen, so habe ich mein Fahrrad bei Velobis gekauft. Und eine weitere Idee ist auch ein ­eigenes Kaffeehaus für Penzing, vielleicht findet sich dafür ein ­Interessent.