Roma erzählen ihre Geschichte

Simonida und Sandra Selimovic vom Verein Romano Svato präsentieren heuer zum ersten Mal von 14. bis 17. Juni das  Romafestival „E Bistarde – Vergiss mein nicht“ anlässlich des 80. Jahrestages des Anschlusses Österreichs an Nazi-Deutschland 1938 und zum Gedenken an die Opfer.

Schauplätze des Festivals sind nicht nur Örtlichkeiten im 21. Wiener Gemeindebezirk rund um den Ringelseeplatz, die in der Geschichte der Wiener Roma von großer Bedeutung waren und nun das passende Podium für Vorträge, Ausstellungen, historische Führungen Lesungen, Tanz, Performances und international besetzte Konzerte bieten.

Schillernd & facettenreich

Auch das Wiener Volkstheater ist mit dem Gastspiel „Roma Armee“ Schauplatz einer der Festival-Höhepunkte. Das Ensemble erkundet persönliche Erfahrungen, historische Kontaminationen und aktuelle Vorfälle und entwickelt daraus eine schillernde und energetische Show. Die Roma Armee ist übernational, divers, feministisch, queer.

Zu keinem Zeitpunkt in ihrer von Verfolgung geprägten Geschichte hatten die Roma eine eigene Armee oder forderten ein eigenes Land. Doch es gibt einen Traum von Romanistan als imaginären Ort gleichberechtigten Zusammenlebens, als politische Vision ohne Territorialanspruch. Im Zuge des Theaterstücks hat sich eine künstlerisch-politische Einsatzgruppe, eine Roma-Armee, zusammengetan.


Karten unter www.volkstheater.at oder telefonisch unter 01/52111-400

Infos und Programm zum Festival: www.romanosvato.at

© Esra Rotthoff