Rudolfsheim Fünfhaus: Die gute Seele des Gemeindebaus

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Unglaublich, woher die Grätzelheldin ihre Energie nimmt. Frau Elisabeth kennt keine Ruhe – sie ist Mieterbeirätin und Gärtnerin im Gemeindebau, hilft im Kulturverein 15 und seit 27 Jahren ehrenamtlich bei der Volkshilfe: „Es ist etwas ganz Besonderes, jemandem eine Freude zu ­machen, für ihn da zu sein und etwas Positives beizutragen! Die Freude und das Strahlen in den Gesichtern gibt mir viel!“

Denn Elisabeth Sirch hatte „selbst keine einfache Kindheit und musste hart arbeiten“. Sie war kaufmännische Angestellte, Köchin in einem Pflegeheim und Betreuerin im Pensionistenklub. Schon dort konnte sie ihre soziale Ader ausleben. 1976 zog sie in den Gemeindebau in der Alliogasse 24, der fortan ihr Universum wurde. Seit vier Jahrzehnten als Mieterbeirätin, seit fünf Jahren als Vorstandsmitglied und seit 30 Jahren als Chefin des schönsten Gemeindbau-Gartens der Stadt. „In der warmen Jahreszeit sitze ich täglich im Garten und führe Gespräche mit den Nachbarn.“ Sobald es kälter wird, werden die Beratungsgespräche in das Spezial-Stüberl im Keller verlegt.

Eines ist für sie unglaublich: „Bei uns wohnen Menschen aus sieben Nationen und wir haben keine Probleme! Man muss die Menschen so nehmen, wie sie sind. Ich weiß nicht, was die Leute immer mit den Ausländern haben …“

Einen „grünen“ Wunsch freilich hat sie: „Vor unserem Haus Giselhergasse 6 gibt es zwei große Beete, die früher privat begrünt wurden. Das ist jetzt nicht mehr der Fall und die Beete verkommen. Ich habe leider keine Zeit, aber vielleicht möchte sich jemand der tollen Fläche annehmen.“