Rudolfsheim-Fünfhaus: Nie vergessen! Moshe Jahoda verewigt

Ein sehr bewegender ­Spätnachmittag in der ­Turnergasse/Ecke Dingelstedtgasse. Gedacht wurde eines „Sohns des Bezirks“, dessen Schicksal viele bis heute berührt. Jenes von Moshe Jahoda …

Fürchterliches Leiden

Als Hans Jahoda wurde er am 11. Mai 1926 in der Geibelgasse geboren. Sein Opa war Ehrendiener im Turnertempel, er selbst sang im Chor. Der junge Mann erlebte Schreckliches: die Verfolgung der Juden, die Vernichtung des Turnertempels während des Novemberpogroms und als 13-Jähriger die Flucht nach Palästina. Seine Eltern und seine Schwester wurden 1943 im KZ ­Au­schwitz ermordet.

„Für Moshe Jahoda war es wichtig, unermüdlich auf die Notwendigkeit des Lernens aus der Geschichte hinzu­weisen“, betonte Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal, der Jahoda persönlich kennenlernen durfte. Bis zu seinem Tod 2016 war er als Berater des Projekts „Herklotzgasse 21“ und des Mahnmals Turnertempel seinem Heimatbezirk verbunden.

Hans Steiner